Mortazavi nutzt die traditionellen persischen Handtrommeln Tombak und Daf
Mohammad Reza Mortazavi PDF Drucken E-Mail
16.03.2009 [00:00] von: Meyers Originals
Mortazavi nutzt die traditionellen persischen Handtrommeln Tombak und Daf nicht allein als Rhythmusinstrument. Vielmehr erschafft er Stücke von melodischer Dichte, die, getragen von Harmonien und mehr­stimmigen Klang­strukturen, seinen Kompositionen asso­ziative, bilderreiche und dialogisch-erzählerische Strukturen verleihen.
Mortazavi Foto ©MEYERORIGINALS

Mortazavi Foto ©MEYERORIGINALS

Mortazavi nutzt die traditionellen persischen Handtrommeln Tombak und Daf nicht allein als Rhythmusinstrument. Vielmehr erschafft er Stücke von melodischer Dichte, die, getragen von Harmonien und mehr­stimmigen Klang­strukturen, seinen Kompositionen asso­ziative, bilderreiche und dialogisch-erzählerische Strukturen verleihen. 

Sein einzigartiger Stil zeichnet sich durch die Entwicklung neuer Spieltechniken und Klangeffekte aus, die von virtuoser Kreativität und großer Sinnlichkeit zeugen. Man muss ihn Live sehen, um glauben zu können, dass es sich hier um reine Solo-Stücke handelt, so komplex und vielschichtig ist sein Klang­spektrum. 
Veranstaltungsinfo
WO "QuietStars"
Schlossberghalle Vogelanger 2
82319 Starnberg
WANN 08.Mai 2009
Konzert
M.R.Mortazavi (Tombakvirtuose Iran/Berlin)

Vorprogramm
Duo "laDune" Nina Poethen, Tanz, Freddy Engel, arabische Nay)

Beginn 20 Uhr
Eintritt 9-23 

Vorverkauf
08151/772-136 oder 08151/772-170
(Mo-Fr 8-12)

Mit seiner neuesten im Dezember 2008 erschienenen CD "SAENA" entwickelte Mortazavi die im Album "WIND & FIRE" angelegte Auseinander­setzung mit neuen Kompositionen für Tombak weiter. Dem neuen Album hat Mortazavi den Namen des Vogels Saena aus der persischen Mythologie gegeben. In den acht Musikstücken verbindet Mortazavi assoziative Bilder des Schöpfungsmythos und schafft es dabei eine Brücke von der traditionellen Spielweise zur Moderne zu spannen. 

Biografie

Mohammad Reza Mortazavi geboren 1978 in Isfahan, Iran, begann mit sechs Jahren Tombak­unterricht zu nehmen. Er spürte schnell die Kraft der Musik und bereits mit 9 Jahren konnte ihm sein Lehrer nichts Neues mehr beibringen. Die kelchförmige Trommel bestimmte von nun an sein Leben, die Musik fesselte ihn.

Mit 10 Jahren – wie alle darauf folgen­den Jahre auch – gewann er erstmals den im Iran jähr­lich stattfindenden Tombak-Wettbewerb. Bereits mit 20 galt er als der beste Tombak-Spieler der Welt. Seine Auftritte vor begeistertem Teheraner Publikum waren immer aus­verkauft. In seiner Auseinandersetzung mit dem Instrument und den technischen Möglich­keiten beginnt er das Tombak-Spiel kontinuierlich zu verbessern und zu revolutionieren, indem er die Gren­zen des Traditionellen überschreitet, neue Fingertechniken und Klang­variationen entwickelt und hierfür eigene Stücke komponiert. Damit wird sein Stil richtungweisend. 

Mit 22 Jahren reist Mohammad Reza Mortazavi das erste Mal nach Deutschland und tritt in München auf. Er veröffentlicht daraufhin in Deutschland mehrere CDs und ist auf ver­schie­denen Konzerten in Europa eingeladen, wo er Begeisterungsstürme auslöst. 2003 gewinnt er - als einer von über 600 Kandidaten - den Nachwuchspreis der Weltmusik auf dem renommiertesten Weltmusik-Festival Europas, dem Ruth - Festival in Rudolstadt.
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Vorprogramm: "laDune"

Das Duo "laDune" gestaltet szenische Momente aus Musik und Tanz, die frisch aber auch mythisch, poesievoll aber auch karg anmuten und dem Betrachter freie Assoziationen ermöglichen. Mit Instrumenten wie der arabischen Nay oder der europäischen Querflöte "zaubert" Freddy Engel ungewöhnliche Melodien in den Raum, während Nina Poethen mit weich-fließenden Bewegungen ihre Figuren kreiert, und besondere Momente mit Klangaccessoires unterstreicht. Die Stücke tragen Namen wie "Chinese Garden", "Crypt" und "Fluidum".

Nina Poethen Nina Poethen kreiert Bühnen-Momente, die frei zwischen Orient und Okzident, Tanz und Darstellung changieren. Bei ihrem "Neo-Oriental"- Tanzstil verwendet sie Elemente der orientalischen und persönlich entwickelten Tanzkultur, um sie mit feinen Facetten von Darstellung zu verweben. Sie benutzt Klangaccessoires wie klingende Ärmel oder Schellengürtel und erschafft neuartige Atmosphären, in denen Hören und Sehen eine spannende Reise antreten dürfen.

Freddy Engel ist versierter Flötist und beseelt sein mannigfaches Instrumentarium an Flöten und Blasinstrumenten mit einer besonderen Feinheit und ungeheuren Dynamik voll grenzenloser Spielfreude. Die archaisch anmutende Nay-Flöte mit ihren tiefgründigen ur-arabischen Melodieläufen machte er sich- als einer von wenigen- zu eigen, und lässt sich mit all seiner Kreativität ganz auf die Bühnensituation ein.
 

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