Aus dem Buch: Xalij-e Fârs, nâmi kohan tar az târix
(Persischer Golf, ein Name älter als die Geschichte)
Von: Mohammad Ajam
Entešârât-e Pârt
Partain Publishing
Übersetzung: ©fartaab
http://www.zoodi.com/
http://www.zoodi.com/Persian-Gulf/3-names-of-iranzamin.htm
Nach den historischen Befunden, Dokumenten, mündlichen Überlieferungen sind 4 Namen für den Iran und das südliche Meer zu sehen:
1- Kešvar-e Jam (Jamšid) ((das Lande Jam, Jamšid))
2- Mamlekat-e Ajam (arabische Version) ((das Lande Ajam))
3- Pârs (Fârs) ((Persien))
4- Iran (Irâk, Arâq mo’rab šode-ye Irâk, Ilâm) ((Irak, Arâq ist arabisierte Deklination von Irâk, Elam))
Es gibt unterschiedliche Meinungen, welcher Name älter und welche geographische Grenze dem zuschreiben ist. In den alten Geschichten und Erzählungen, die mit einigen Unklarheiten mündlich bis zum ersten Jahrtausend v. Chr. überliefert und in manchen Büchern gesammelt sind, wird berichtet: Jam, der in Avestâ Yam, und in der Pahlavi Sprache (Mittel-Persisch, mitteliranische Sprache) und kurdisch Jamšid, Jamšir, Jam und manchmal auch Hajam genannt ist, war einer der ersten Könige und iranische Propheten. Ihm wird in vielen Überlieferungen und „Xodâynâmehâ“ (Herrscherbriefe) die Erfindung der Kleidung, Malerei, Erfindung des Metalls, Erbauung des Bades (Garmâbe, Hammâm), Medizin und Heilkunde, und das Neujahrsfest (Nouruz) nachgesagt und zugeschrieben. Die Eigenschaften dieses Kaisers (Pâdešâh) haben große Ähnlichkeiten mit Noah im Koran, und manche betrachten ihn sogar als Salomon der Prophet. In Avestâ ist berichtet: „In der Zeit Jamšid gab es für 300 Jahre keinen Tod und keine Krankheit. Ahurâ Mazdâ verlangte (wollte) von ihm, sein Prophet auf der Erde zu sein, aber er hat sich für die Herrschaft entschieden. Eines Tages kam eine große Kälte. Er baute eine Festung (Burg) namens Jam Karât (Varjamkarat) und beherbergte die Tiere da. Zu seiner Zeit nahm die Zahl der Tiere zu. Er besaß einen Becher (eine Schale) ((Jâm)), in dem/der er alle Geheimnisse der Welt sah.“ In Glaskugel zu schauen und von Geheimnissen zu erfahren wurde ab der Zeit gängig. Am Ende beanspruchte Jamšid die Göttlichkeit und war vom Wege abgekommen und der Zahhâk gewann die Oberhand. Der erhabene Ferdousi deutet:
Mani kard ân šâh-e yazdânšenâs (1)
Ze yazdân bepicid-o šod nâsepâs (2)
(1) Der gottgläubige König stieg seine Selbstgefälligkeit zu Kopfe
(2) Er wandte sich vom Gott ab und wurde undankbar
Somit ist vielleicht das Lande Jam (Keshvar-e Jam) der älteste Name des Irans, den die Araber der vorislamische Zeit arabisch dekliniert hatten und dazu Ajam sagen und die Ableitungen ajameh (Nichtaraber, Perser, Iraner, Barbaren), ajamu (Fremdheit, Barbarei, ebenfalls Nichtaraber), a’ajami (der arabischen Sprache nicht mächtig, Barbar), al-a’âjem (die Pluralform von ajam und ajameh) davon kommt.
Der edle Sa’di sagt:
Conin goft šuride’i dar ajam be kasrâ ke ey vâres-e molk-e jam
Agar molk bar jam bemândi yo taxt-e torâ key moyyasar šodi tâj-o taxt
((Anm. fartaab: Erklärung zu Sa’dis Gedicht: Ein Wanderer (Derwisch) sagte dem Kasrâ (gemeint Xosro anuširvân), wenn deine Untertanen nicht wären, könntest du nicht deren Herr und Herrscher sein!))
Der Ruhm von Jam und Jamshid war der Grund, weshalb die muslimische Historiker den Bau vom Persepolis im zugeschrieben hatten und diesen Ort als Taxt-e Jamshid genannt.
Die Werte Parvin-e E’tesâmi hat auch so gedichtet:
Taxt-e Jamšid hekâyat konad ar porsi ke ce âmad be fereydun-o ce šod bar jam (3)
Marâ zibad az xosrovân-e ajam sar-e taxt-e kâvus-o eklil-e jam (4)
(3) Wenn du fragst, was aus dem Lande Jam und den König Fereydun (ein König aus der ersten Dynastie Pišdâdiyân) wurde, kann Persepolis (Taxt-e Jamshid) dir die Antwort geben. ((Anm. fartaab: Hier ist die Größe und Pracht und Herrlichkeit vom Persepolis gemeint.))
(4) Mich schmückt von den Königen des Persiens (Xosrovân: kaiserlich, majestätisch, würdevoll) der Pfauenthron (Taxt-e Tavus auch Taxt-e Kâvus genannt; Kâvus ist ein König der Sasaniden Dynastie, der auch Qâbus ((arabisch)) genannt wird) und die Krone (das Diadem) von Jam. ((Anm. fartaab: Sie meinte hier vielleicht: Der Iran hat eine glorreiche großartige Geschichte, mit der man sich gerne identifiziert und stolz darauf sein kann.))
Geschenke und Gaben waren einer der Eigenschaften der Persischen Könige.
Zur Zeit der Geburt des Islamspropheten stürzte ein Teil der Mauer von Ktesiphon unter der Herrschaft von Xosro Anuširvân der Sohn von Qobâd!
Die Berühmtheit des Königs Jam, einer prähistorische König übertrifft alle andere persische Könige, und in den mündlichen Überlieferungen wird immer wieder von seiner Pracht und Größe erzählt.
Bevor die griechische und ägyptische Seefahrer die Namen „Persia“ (Peršiâ) und „Polisia“ für das Iran-Plateau in Erwähnung brachten, wurde diese Region eher als das Lande Jam, „Sarzamin-e Yam“ (das Land Yam), Aritrân, Arnâ (Ernâ), Âryânâ und Irân bezeichnet, und somit sind die Namen „das Lande Jam“ und „das Lande Irân“ älter als der Name „Persien“ (Pârs). Aus den griechischen und iranischen Dokumenten (Berichten, Schriften) ist zu lesen, dass drei große Volksstämme die ganzen südlichen Küsten bewohnt haben. Sie waren im Osten die Parther (Pârthhâ), die Mokranen (Mokrânihâ; Mokrân ist ein Gebiet im Südosten Irans) und Kermâniyâ (heutiges Kermân Gebiet); und im Zentrum die Perser (Pârs-hâ); und im Westen die elamische (ilâmihâ) und Xuzihâ (die Bewohner von Xuz, heutige Süd-West-Provinz Xuzestân).
Aber die Perser (Pârshâ) hatten überwiegend das Nutzen vom persischen Meer und hatten sich einen Namen in der Seefahrt gemacht, so dass ab dem 600 v. Chr. den Namen Persien für einen großen Teil des Iran-Plateaus und später das Ganze benutzt wurde. Die Perser waren ein arischstämmiges Volk, das in Reiten und Besitz der gut trainierten Pferde sich einen Namen gemacht hatten. Einige der Bedeutungen des Wortes „Pârs“ sind: „Reiter“, gewandt“, „behände“, „flink“ und „tapfer“, kühn“, „mutig“, „Held“. Die Araber benutzen immer noch die Wörter „Fâres“ (Reiter) und „Faras“ (Pferd), die sie aus dem persischen abgeleitet haben. Das Pferd und die Zypresse oder Zeder (Sarv) sind persische Symbole, die seit der Perserzeit geblieben sind, und diese beide Symbole sind besonders in Persepolis (Taxt-e Jamshid) und Naqsh-e Rostam zu sehen.






